Tag 67 Aroue-Ithorots-Olhaïby – Larceveau-Arros-Gibits

Nach dem feinen Nachtessen ging es bald mal ins Bett. Das Haus steht in weiter Wildbahn für sich alleine. So erwache ich ausgeschlafen und gehe um 7h zum 🇫🇷Frühstück 🍮🍊-Saft, Brot und sechs selbstgemachte Konfi. Es ist 8h, als ich mich bei bedecktem Himmel ☁️14°C auf den Weg mache. Heute dauert das Packen etwas länger, schliesslich muss ich noch den halben Liter Rotwein irgendwo verstauen. Anne-Marie und Fredo, der schwarze Neufundländer, begleiten mich netterweise bis zum Gartentor.

Ich laufe vermutlich am Château de Joantho vorbei, jedenfalls der Teich danach deutet darauf hin, aber es war sowieso privat.

Als erstes muss ich mir in der Ferme Bohoteguia ein frisches Baguette 🥖 kaufen, da es heute keine Verpflegungsmöglichkeiten hat unterwegs. Mit etwas Mühe kann ich das auch noch unterbringen, aber die 15L sind jetzt wirklich voll. Für ein anderes Mal würde ich einen 20L Rucksack 🎒kaufen, aber nicht mehr Material mitnehmen. Ich laufe zügig und stosse dann auf Rudi 🇩🇪 aus Bayern, er hat heute seinen letzten Tag und macht im nächsten Jahr weiter. Dann treffe ich Chris 🇳🇿 aus Christchurch, er wandert mit zwei Rucksäcken 🎒, der grosse am Rücken und den kleinen vorne. Dazu kommt noch ein Fotoapparat.

Es geht immer mal wieder rauf und runter, die Sonne scheint heute keinen guten Tag zu haben, sie zeigt sich nicht.

Nach der Brücke laufe ich fälschlicherweise die Strasse hoch. Ich merke es erst, als die Stasse bei einem Haus aufhört, die gewonnene Höhe wollte ich nicht verlieren und marschierte über die Weide weiter. Leider war der richtige Weg noch nicht soviel angestiegen, so musste ich mich am Schluss der Weide, durch kratziges Gewächs steil nach unten kämpfen. Glücklich wieder auf dem Weg zu sein, laufe ich zu einem Pilger auf, den ich vorher überholt hatte, der war ganz erstaunt mich wieder zu sehen.

Bei Beneditenia stossen wir auf das «Croix de Gibraltar». Hier kommen die drei klassischen, französischen Jakobswege zusammen, der Weg von Paris, derjenige von Vézelay und eben der unsrige von Le-Puy-En-Velay. Dieser Punkt wird mit einem in diesem kleinen Weiler beeindruckend grossen Stein markiert. Ab hier bekommen wir also Pilgergesellschaft aus anderen Himmelsrichtungen.

Ueber einen besonders bei Gluthitze im Sommer beeindruckenden Uebergang komme ich oben auf 287m zur «Chapelle de Soyarza». Da mache ich auf einer Bank meine Mittagspause. Ich packe die Pâté du Basque und das halbe Baguette aus und trinke meinen Rotwein dazu und lasse es mir schmecken.

Jetzt kommt das, was ich am meisten liebe, es geht steil steinig hinunter, das verführt mich den Riemen anzuziehen und es so richtig rollen zu lassen. So komme ich rasch voran und bin bald in Ostabat-Asme, wo ich den Standard bestelle.

Christian et Nicole treffen vor Gabriel und Sarah 🇩🇪 aus Überlingen ein und setzen sich auch an den Tisch. Die beiden Deutschen erkundigen sich, wieso ich so hinunter gerannt sei, ich erkläre ihnen, dass es meine Lieblingsbeschäftigung sei, das Trailrunning. Sie sind auch von Zuhause losgezogen und hatten auch Wetterglück.

Übernachtung im Hôtel-Restaurant Espellet bei Pierre Bidegain Bidaury, im Einzelzimmer ZHP €55.- 

Christian et Nicole und Joseph und Luisa sind auch im gleichen Hotel. Lucy ist in der Gîte.

Garmin: Aroue-Ithorots-Olhaïby – Larceveau-Arros-Gibits

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