Tag 115 Esposende – Póvoa de Varzim

Irgendjemand mag mich, denn es ist strahlend blau, als ich um 8h zum Frühstück gehe. Fertig gepackt und ich verlasse um 8:55h bei 17°C das Hotel und bin schon auf dem Camino. Auf der Brücke über den Rio Cávado laufe ich nach Fão hinüber. Jetzt weiche ich von der Route ab, weil ich zum Strand will. Es läuft sich gut auf dem schönen Holzsteg, als ich dann nach zwei Kilometer vorne am Strand bin, hat der Wind soviel Nebel gebracht, dass es mir fast verleidet ist. Im Sand kontrolliere ich das Profil der Salomon, die gewanderten 522 Km haben sichtbare Verbrauchsspuren hinterlassen. Nach zwei Kilometer Sand brauche ich einen Kaffee, den gibt es an der Strandbar. Als ich das Münz hervorsuche, stoppe ich versehentlich mit dem Handgelenk die Garmin.

Bei der Capel de Nossa Senhora de Fátima komme ich wieder auf die originale Strecke vom Camino. Erst kürzlich am 13. Mai war das 100 jährige Jubiläum von „Wunder von Fatima“. In der roten Box wäre eigentlich ein Pilger-Stempel, aber der ist nicht mehr zu gebrauchen.

Die öde Hauptstrasse wird bald verlassen, weiter geht es auf den berühmten Pflastersteinen, die die Füsse ermüden und das über lange Kilometer. Links und rechts Gemüsefelder, in denen Arbeiter fleissig sind. Gelegentlich brausen Autos vorbei, die sich nicht so sehr um Pilger kümmern. Auf einmal sehe ich einen Typen auf einem Stein sitzen. Er macht 👣 Fusspflege, als ich näherkomme, schaut er auf und fragt mich, ob ich Schweizer sei. Auf mein Erstaunen meint er, er habe gestern den Abend mit Brent verbracht und der habe ihm mein Foto gezeigt, mit dem Hinweis, dass ich bald 3’000 Km gepilgert sei. Dann laufe ich weiter, es geht nicht mehr lange auf der Strasse, vor dem Dorf Aguçadoura verläuft der Camino auf einem kilometerlangen Holzsteg, teilweise mit Meersicht.

Im Restaurant mache ich Mittagspause, ein grosser Kaffee und ein grosses Stück Kuchen. Als ich das bekommen habe, meint  der Kellner, dass er Bern kenne. Darauf frage ich nach der Speisekarte, aber etwas Warmes gibt es nicht, so bestelle ich ein Sandwich Americano und ein grosses Bier 🍺 dazu.

Weit vorne liegt Póvoa de Varzim, man merkt, dass die Städte grösser werden und mehr Touristen hier sind, es ist auch viel mehr los hier.

Übernachtung heute im Hotel Luso Brasileiro ZF €42.65

Auf der Jagt nach dem Nachtessen wandere ich planlos in der Stadt umher. Dabei komme ich auch an einer alten Befestigungs Anlage vorbei, mit der Bezeichnung: Fortaleza da Nossa Senhora da Conceição. Als ich mit dem Essen fertig bin komme ich noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang.

Garmin: Esposende – Fão (Praia de Ofir)

Garmin: Fão (Praia de Ofir) – Póvoa de Varzim

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