Überquerung Lisengrat

BIRU-WP-20180827T102926GMT0200.jpgSchon in der Früh bin ich aufgestanden und habe nochmals die Wetterprognose von MeteoSwiss konsultiert. Seit gestern hat sich daran nicht viel geändert, die heutige Wettervorhersage passt zu unserem Vorhaben. In Zürich soll es wieder bis 28°C werden, auch im Tal wird es ab Mittag dann warm, aber auf dem Säntis sind es dann nur so 12°C. Zwar soll es gegen Abend Gewitter geben, aber bis dann sollten wir bereits wieder auf dem Heimweg sein. Die seit langem geplante Wanderung von Wasserauen – Meglisalp – Rotsteinpass – Lisengrat – Säntis kann also stattfinden. Mit dem Bus fahre ich zum Bahnhof Oerlikon und mit dem Zug zum Flughafen. Dort warte ich auf den 7:21h Zug vom HB. Da erreicht mich die WhatsApp Nachricht von Maria, sie sitze im Wagen 307 und warte dort auf mich. Nach der Begrüssung fahren wir gemeinsam über Gossau SG nach Wasserauen (868m). Die Zeit für einen Kaffee hätten wir zwar, aber die beiden Restaurants sind geschlossen, so marschieren wir an den alten Zügen vorbei Richtung Seealpsee. Aber wir wollen nicht auf dem Fahrweg laufen und wandern den Bergweg hoch. Es geht nicht lange, da steigen wird durch das Hüttentobel steil hinauf auf die Alp. Dort kommen uns zwei fröhliche Männer, die mit einem Rudel Geissen talwärts unterwegs sind, entgegen.

Schwende / Appenzell Inner Rhodes / SwitzerlandDann sind wir auf 1500m, hoch über dem Seealpsee (1142m) und können zum See hinunterschauen. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir die Meglisalp (1516m) und machen dort eine Rast. Bei Hirschsalsiz, Brot und einem Most lässt es sich gut leben. Maria bestellt ein Mineralwasser, einen Kaffee und dazu einen leckeren Chriesikuchen.

Schwende / Appenzell Inner Rhodes / Switzerland

Nach der Pause geht es wieder hinauf zum Rotsteinpass (2119m) und dem passenden Berghaus. Da mein Accu bereits auf 30% hinunter ist, frage ich im Restaurant nach, ob ich mein iPhone aufladen darf. Erst sitzen wir beide draussen und beobachten Wanderer, die vom Altmann hinunter kraxeln, doch dann wird uns der Wind zu stark und wir verziehen uns ins Innere. Dort an der Wärme können wir die Jacke gleich wieder ausziehen und machen uns hungrig über die feine Rösti mit den zwei Spiegleiern her. Dazu wieder einen Most und Mineral. Inzwischen sind über und neben dem Säntis schwarze Wolken aufgezogen. Zum Schluss fragen wir den Wirt nach seiner Prognose für den Lisengrat. Er meint, solange der Wind bläst, sei nicht mit Regen zu rechnen. MeteoSwiss zeigt auf dem Regenradar an, dass es noch bis sicher 17h dauern soll bis der Regen am Säntis ankommt.

So geniessen wir noch den Espresso und machen und anschliessend auf den Weg, um auch noch das restliche Teilstück, über den Lisengrat zum Säntis, hinter uns zu bringen. Der Weg ist wirklich gut gesichert und bietet, wenn nicht gerade eine Nebelschwade die Sicht versperrt, gute Ausblicke auf beide Seiten bis weit ins Tal hinunter.  Als wir auf dem Chalbersäntis (2378m) stehen ist der Sendeturm im Nebel verschwunden und man sieht nur noch das alte Wirtschaftsgebäude.

Weit ist es nun nicht mehr, nur noch einige Stufen hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf, dann sind wir nach einer Wanderung von 5:15h auf dem Säntis (2502m) angekommen.

Noch kurz hoch zum Gipfel und nach dem Bier mit der nächsten Bahn hinunter zur Schwägalp. Unser Bus nach Urnäsch fährt erst um 17:17h, dies gibt uns noch Zeit für einen Kaffee und Kuchen und weitere Gelegenheit den Accu von 9% auf 25% auzufladen. Wie uns der Bus so gemütlich nach Urnäsch fährt, fallen beim Rossfall die ersten Tropfen, diese werden schnell grösser und bringen nun auch noch etwas Hagel mit. Beim Bahnhof angekommen hält der Bus sehr nahe beim Dach, so dass wir beim Aussteigen nicht allzu nass werden.

Der komfortable Zug nach Gossau SG fähr 17:45h und hat zu meinem Erstauen auch Steckdosen, die wir gleich in Beschlag nehmen, um beim Schaffner nicht unangenehm aufzufallen und kein Billett vorzeigen zu können, wegen einem leeren Accu. Auch der Anschluss in Gossau SG um 18:20h klappt und es hat sogar noch Plätze frei im gut belegten IC nach Lausanne. Da der Zug direkt zum HB fährt, ohne Halt in Oerlikon, verabschiede ich mich beim Flughafen von Maria und nehme den Bus 768 zum Seebacherplatz und mit dem 40 Bus komme ich fast bis zur Haustüre. Endlich kann ich meine Wanderschuhe ausziehen. Mit den Wanderschuhen Mtn Attack 5 Texapore MID M, bin ich nicht zufrieden, die Sohlen zeigen nach nur 660 Km schon argen Verschleiss an, das Profil ist teilweise schon fast weggeschlurft.

BIRU-WP-20180829T170256GMT0200.jpgGarmin: Wasserauen – Säntis

Griesalp – Blüemlisalphütte – Kandersteg

Ich habe bei der kühlen Temperatur gut geschlafen und war um 7h bereit zum Frühstück, zwei weitere Personen ebenso, nur leider war dem Wirt am Vorabend nicht mitgeteilt worden, dass er am Morgen schon um 7h anstatt erst um 7:30h bereit sein soll. Es war bereits 7:15h als er auftauchte, dank den Vorbereitungen war alles sehr schnell bereit.

Das Postauto mit Helen, Brigitte und Helmut kam pünktlich um 7:40h und fuhr uns zur Griesalp hoch. Der nette Chauffeur erzählte nicht nur über das Mikrofon etwas über die Entstehung des Tschingelsees, sondern auch dass der jedes Jahr höher werde und die Strasse bereits wieder erhöht werden musste, damit sie nicht überschwemmt wird. Damit wir die Fotos nicht durch die Scheibe machen mussten, lies er uns sogar aussteigen, auch oben beim Wasserfall. In der Griesalp 1’408m angekommen tranken Kaffee und assen alle vom grossen Laugengipfel, den Helen mitgebracht hatte. Dann ging es los, steil hinauf Richtung Hohtürli und Blüemlisalphütte.


Kurz vor dem Hohtürli 2’778m hatte ich Konditionsprobleme und nahm erst ein Dextro Energen und dann von Helmut noch einen Powergel Shot. Das half mir dann ganz hinauf zur Blüemlisalphütte 2’834m. Dort bestellten wir vier mal die Tagessuppe, zwei davon mit Wurst (Helmut und ich) und Getränke. Meinen Zuckerspiegel erhöhte ich dann zusätzlich noch mit Cola und einem Stück Marmorkuchen. Nach dem Essen war es aufgrund der Wetterprognosen an der Zeit Abschied zu nehmen und hinunter zum Oeschinensee 1’578m zu joggen.


Der Anfang war recht steil und wir kamen nicht so richtig voran, aber danach lief es gut und das Tempo konnte erhöht werden. Beim Berghotel Oeschinensee 1’593m angekommen, liess es sich Helmut nicht nehmen in den See zu steigen, wir zogen es vor, uns mit einem Getränk zu erfrischen. Lange blieben wir auch dort nicht, und machten uns auf, das restliche Stück unter die Füsse zu nehmen und die letzen Höhenmeter nach Kandersteg 1’176m abzubauen. Dort fanden wir im Hotel Adler einen freienVierertisch und gönnten und als Belohnung Coupes. Inzwischen war der Himmel dunkel geworden und wir spazierten zum Bahnhof. Beim Warten auf den Zug nach Bern fielen die ersten Tropfen, und als wir dann losfuhren, begann es wie angekündigt zu regnen.

8/7/18
Garmin:  Griesalp – Blümlisalphütte – Kandersteg

Trailrunning Blümlisalphütte SAC 2’834m

8/4/18
Griesalp 1’408m – Hohtürli 2’778m – Blümlisalphütte SAC 2’834m – Oeschinensee  1’593m – Kandersteg 1’176m

Helen und Silvia wollten schon lange einmal hinauf zur Blüemlisalphütte auf 2’834m, die wir bei unserer Schildtour im Juni 2013, nicht besuchen konnten, weil am 24. Juni oben immer noch zuviel Schnee lag. Die ersten der von Helen kurzfristigen eingereichten Terminvorschläge, konnten einerseits wegen der Hitze und andererseits wegen Arbeitseinsatz (Helmut) nicht wahrgenommen werden. So einigten wir uns darauf, als nächste Gelegenheit, den Montag ins Auge zu fassen. Da die Wetterprognosen für den Montag noch etwas ungenau sind, warten wir erstmal ab, wie sich uns die Lage dann am Sonntagabend präsentieren wird. Erst war noch heiss und trocken angesagt, doch dann wechselte es und zeigt nun für den Nachmittag Gewitter⚡️ und Regen 🌧 an. So wollen wir nun so früh wie möglich los. Mit dem ÖV habe ich keine Möglichkeit, den frühen Zug um 5:19h ab HB zu nehmen. Per WhatsApp habe ich noch Brigitte über unsere Tour informiert, sie hat spontan zugesagt und fährt am Morgen nach Reichenbach im Kandertal. Da es bei uns in der Wohnung nun auch heiss geworden ist, ziehe ich es vor, schon heute Nachmittag loszufahren bis ins Kiental. Dort übernachte ich im Hotel Bären auf 950m bei angenehmeren Nachttemperaturen. Silvia hat dann nach längerem Überlegen noch abgesagt. So kann ich am Montagmorgen 7:40h bei der Haltestelle Kiental Dorf auf das Postauto warten und mit Helen, Brigitte und Helmut, die steilste Postauto-Strecke Europas (28% Steigung) nach Griesalp Kurhaus hochfahren.


Obige Bilder sind vom 10. / 11. August 2013 als ich mit Heinz am Samstag von der Griesalp über die Blüemlisalphütte zum Oeschinensee lief und wir dort im Berghotel Oeschinensee übernachteten. Am Sonntag joggten wir vom See aus erst Richtung Blausee nach Port und Libige und von dort dann hinunter nach Kandersteg. Im Schwimmbad Kandersteg konnten wir zusammen mit dem Eintritt auch ein Handtuch zum Abtrockenen mieten und uns vor der Heimreise duschen.

Am Abend gab es für Kiental, eine Gewitterwarnung  Stufe III, aber geregnet hat es dann nicht, obwohl es in den Bergen (Gerihore, Bachflue, Ärmihore) heftig blitzte und donnerte.