ZH – Bergamo Etappe 15: San Pellegrino Terme – Bergamo

Das Frühstück heute war heute wieder einmal typisch italienisch, geschmeckt haben mir einzig der Cappuccino und das Yoghurt. Als ich um 8:15h das Hotel verlasse und zurück auf den Ciclovia Valle Brembana laufe, ist es 6°C, zum Wandern grad noch so knapp angenehm. Es sind erstaunlich viele Fussgänger unterwegs. Ich komme erst nach Ambria und dann nach Zogno. Leider endet der flache Radweg hier. Nach ein paar steilen Spitzkehren auf der Strasse, wandere ich auf dem Marroniweg nach Poscante. Dieser ist gut markiert, aber der Lehmboden ist nach dem nächtlichen Regen weich und macht mir meine Schuhe dreckig.

In Poscante hat es die übliche Infrastruktur, nämlich wie immer nichts. Ab hier folgt der Aufstieg zum Canto Basso auf 900m. Plötzlich höre ich einen Schuss, dann glaube ich den Geschmack von Schiesspulver zu riechen. Bald darauf kommt mir ein freundlicher Jäger mit Hund 🐕 entgegen, Beute hat er keine dabei. Zweimal bin ich sehr froh um das GPS, es verhindert, dass ich in die falsche Richtung laufe. Auf dem „Gipfel“ oder eher der Krete, esse ich das Kokosmakrönchen dass ich seit Zürich dabeihabe. Der höchst Punkt ist damit erreicht, ab jetzt geht es mehrheitlich hinunter.

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Kein Mensch weit und breit, doch auf einmal kommt mir ein Jogger entgegen. Irgendwann komme ich zum Punkt Croce dei Morti 677m, da steht ein Strassenschild mit BERGAMO 2 Kilometer. Soweit ich dies beurteilen kann, ist das entweder FALSCH oder die meinen die Stadtgrenze. Bei der Trattoria Maresena springen zwei Hunde auf mich zu, aber falscher Alarm, die bellen nur. Nach der Chiesa San di Marco suche ich auf dem Spielplatz die Fortsetzung des Weges und bin erfolgreich. Zu meinem Leidwesen ist der Pfad auch den Bikern bekannt, alles ist tief lehmig und rutschig. Als ich aus dem Wald komme, sehe ich das Ziel 🏁 vor mir: Bergamo Citta Alta.

Gemäss GPS noch immer drei Kilometer zu wandern. Doch das macht einem trainierten Wanderer nichts aus. Immer die Altstadt vor Augen laufe ich den letzten Anstieg der Strecke auf der Strasse hinauf. Dann mache ich mich auf die Suche nach einem Restaurant, in das ich mich mit den Schuhen hineintrauen kann.

BIRU-WP-20181122T132525GMT0100.jpgNach dem Essen muss ich noch hinunter nach Bergamo zum Hotel, das in der Nähe des Bahnhofs ist. Morgen Vormittag verlasse ich die Stadt bereits wieder und fahre heim.

Übernachtung im Best Western Cappello d’Oro ZF €104.10

BIRU-WP-20181122T134648GMT0100.jpgGarmin: San Pellegrino Terme – Bergamo Citta Alta

FAZIT:

Wenn du ein Ziel hast, dann bleibe dran. Egal wieviel Mühe es kostet, es lohnt sich, es zu Ende zu bringen. Auch wenn man es in Etappen macht. Schlussendlich bin ich doch noch in Bergamo 🏁 angekommen. 👣😎

Ob ich den verpassten Passo del San Marco einmal nachholen werde, dass weiss ich noch nicht. Aber für mich war es trotzdem ein schönes Erlebnis und diese Wanderung wird als ERFOLGREICH 👍 abgebucht.

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